Entstehung
Grundlagen
Dr. M. A. Patak und sein Team vom Institut für Diagnostische, Interventionelle und Pädiatrische Radiologie (DIPR) des Inselspitals Bern konnten in Vorstudien zeigen, dass mittels Magnetresonanz-Bildgebung (MRI) die Darmmotilität nachweisbar und auch messbar gemacht werden kann. Damit konnte ein Verfahren realisiert werden, das sowohl für die Diagnose von Erkrankungen als auch für die Untersuchung der Wirkung von Medikamenten enormen Fortschritt bringt.
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Bisheriges Verfahren
Um die Darmbewegungen zu messen werden Serien von 30 bis 1000 Schnittbildern der Frontalebene (Koronalebene) des Bauchraums aufgenommen. In jedem einzelnen dieser Bilder musste manuell die Dicke des Darms an immer der gleichen Position gemessen werden. Die Eigenbewegung des Darmes macht eine genaue Positionierung der Messlinie schwierig, selbst wenn der Patient während der Aufnahme der Serie nicht atmet. Atembewegungen während einer Serie verschärfen das Positionierungsproblem ganz erheblich. Dieses manuelle Vorgehen erforderte einen sehr hohen zeitlichen Aufwand, welcher einen klinischen Einsatz des Analyseverfahrens praktisch verunmöglichte.
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Automatisierung
Im Rahmen des KTI-Projekts Motasso (Motility Assessment Software) wurde im Forschungsfeld Computer Perception and Virtual Reality (CPVR) der BFH-TI zusammen mit dem klinischen Input des DIPR durch unseren Industriepartner, die Firma SOHARD AG in Bern, ein erster Prototyp der Software MOTASSO entwickelt, welcher diese Aufgabe automatisieren kann.